Smartphones an der Schule- ja oder nein?

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Mit freundlicher Genehmigung von Pixabay

Als „Supermami“ melde ich mich heute zum Thema Smartphones zu Wort. An der Schule unserer Mädels wird derzeit über den Umgang mit dem Smartphone diskutiert. Wann darf das Smartphone benutzt werden, wann nicht? Smartphones an der Schule- ja oder nein? weiterlesen

Kater Manni – ein echter Nikolaus!

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Foto: Birgit Obkircher

Heute ist Nikolaus und Kater Manni ist auf unserer Seite „Lara und Lou – der tägliche Wahnsinn auf acht Pfoten“ zu Besuch! Eine Seite über unsere Haustiere „Lara“ und „Lou“ – Hund und Katze. Und deren Freunde. Im Menue „Special Guests“ finden Sie mehr von Kater Manni. Kater Manni – ein echter Nikolaus! weiterlesen

Der Jahrmarkt ist zu Ende, es lebe der Jahrmarkt!

Jedes Jahr zum Ende des Kreuznacher Jahrmarkts bekommt unsere Tochter Marie ein Lebkuchen-Herz. Der Abschied von den Verlockungen auf der Pfingstwiese fällt ihr nämlich schwer. Marie liebt den Jahrmarkt. Das braune Herz mit bunter Zuckerschrift soll über die lange Spanne bis zum nächsten Jahrmarkt hinwegtrösten.

Diese lange Spanne von 365 Tagen lässt mich jedes Jahr aufatmen. Denn ganz gleich, wie ich es anstelle, am Ende des Jahrmarkts ist immer noch ganz viel Monat übrig. Und das Portemonnaie gähnend leer.

„Ein Hunni“ in weniger als fünf Stunden

Marie hat dieses Jahr sage und schreibe 100 Euro ausgegeben. Einen Teil davon knapste sie sich vom ersparten Taschengeld ab. Mein Mann und ich griffen ebenfalls beherzt ins Portemonnaie. Mensch, der erste Jahrmarkt mit Freundinnen, das sollte doch ein unvergessliches Erlebnis für eine 13-jährige werden!

Auch die Großeltern steckten den Enkelinnen „Jahrmarktsgeld“ zu. Das Ergebnis – niederschmetternd: Am Samstagabend war „ein Hunni“ weg. Das viele Geld in weniger als fünf Stunden unter die Leute gebracht.

Gruseln ohne Geisterbahn

Nicht verwunderlich. 7 Euro für einen Flug mit „Apollo 13“, 4 Euro für eine Fahrt mit der Geisterbahn. 3,50 Euro für eine Runde „Magic“. Leider steigen die Preise diametral zum Fahrspaß, meinte meine 15-jährige Tochter. Auch sie war mit Freundinnen auf dem Jahrmarkt und ihr Geld schnell los. Mein Mann und ich hatten unsere Runden bereits freitags gedreht. Und haben zusammen 90 Euro ausgegeben. Ohne ein einziges Karussell gefahren zu sein. Gruselig, oder?

Das Thema „Was gibst Du auf dem Jahrmarkt aus“ beschäftigt die Kreuznacher schon so lange wie ihr Jahrmarkt existiert. Dabei meinte es Carl Joseph Burret damals gut, als er 1810 den ersten Bad Kreuznacher Jahrmarkt ins Leben rief. Wirtschaftsfördernd sollte das Spektakel auf der Pfingstwiese sein – und das ist es in der Tat. Auch wenn die Schausteller jedes Jahr die hohen Standgebühren beklagen.

Jedem Gässje sein Jahrmarktskässje

Ich weiß sehr wohl, dass die Lebenshaltungskosten auch für Schausteller gestiegen sind. Ganz zu schweigen von Investitionen in neue Fahrgeschäfte, Wohnwagen und Rücklagen oder Versicherungsbeiträge. „Kein leichtes Brot, diese Knochenarbeit“, sagt mein Mann  – ich wollte sie nicht geschenkt.

Mein Kollege erinnert mich an das berühmt berüchtigte Jahrmarktskässje, das in jeder Gässjer-Stube* einen seligen Platz haben soll. „Es gibt sogar Leute, die nehmen einen Kredit auf“, berichtet mir eine Freundin. Sie arbeitet bei einer Bank. „Das ist der Grund, weshalb meine Tochter mit ihren drei Kinder nicht auf den Jahrmarkt geht“, erzählt mir eine Nachbarin am nächsten Morgen.

Ohne Moos nix los

Wie deprimierend. Und wer redet schon gern übers Geld? Das er nicht hat? An Jahrmarkt hebt sich diese gesellschaftliche Regel auf – der Jahrmarkt ist aufregend und das Geld, das das Entertainment seiner Gäste braucht, ein Aufreger. Jahr für Jahr.

„Kinder malen den Jahrmarkt“ heißt ein Wettbewerb, mit dem der Schaustellerverband Bad Kreuznach auf das Volksfest aufmerksam machte. Ich male mir gerade die Zukunft aus. Denn diametral zum Alter unserer Kinder steigen bekanntlich auch deren Ansprüche. Und welche Mutter und welcher Vater will schon eine Spaßbremse sein? Ohne Moos nix los.

Humor ist, wenn man trotzdem lacht!

Da hilft nur eines: gegensteuern. Also auf zum nächsten Süßwaren-Stand. „Schau mal“, sage ich zu Marie und fische ein blau umtupftes Herz von der Stange, „passt doch.“ In weißer Zuckerschrift steht darauf: „Millionär gesucht“ – wir müssen beide lachen. Wenigstens haben wir unseren Humor behalten, denke ich. Ein Lächeln gibt´s immer noch umsonst!

*Wohnzimmer der Ureinwohner von Bad Kreuznach, die „Gässjer“ genannt werden.